Von der Schulbank in die IT-Branche: Anna Wolber berichtet über ihren Werdegang
Auf Einladung ihres ehemaligen Klassenlehrers Matthias Dorn berichtete die Oberwolfacherin Anna Wolber dem Kurs „Wirtschaftsinformatik" über ihren Werdegang fünf Jahre nach dem „Corona-Abitur" 2021 am Wirtschaftsgymnasium. „Wieviel Zeit möchte ich opfern?", „Wieviel Geld möchte ich einmal verdienen?", „Wieviel Verantwortung möchte ich haben?" und „Was erfüllt mich – welche Aufgaben machen mir Spaß?". Diese Fragen sollten sich die Schülerinnen und Schüler möglichst früh auf ihrem Weg zum Abitur stellen, Wolber hatte sich diese Fragen gestellt und dennoch zunächst eine andere Richtung eingeschlagen, diese Entscheidung aber bald revidiert, „eine falsche Entscheidung ist kein Scheitern" gab sie dem Kurs als Ratschlag mit. Ihre zweite Entscheidung – für ein duales Bachelor-Studium der Wirtschaftsinformatik in einem großen deutschen Konzern – war dann auch insoweit richtig, als sie an der Hochschule viele Inhalte aus der Oberstufe in den Fächern Informatik und Wirtschaftsinformatik bereits mitgebracht hatte. Schon mit dem bestandenen Abitur sich auf einer Karriere-Plattform mit seinen „skills" (in ihrem Fall beispielsweise die am Wirtschaftsgymnasium erlernten Programmiersprachen) habe ihr viele Türen geöffnet, ermunterte Wolber die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten, ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. In einer kurzen Diskussionsrunde wurden abschließend Chancen und Risiken auf dem Arbeitsmarkt durch die KI beleuchtet, Wolber ließ eine KI in wenigen Sekunden eine Webseite für eine Musikschule erstellen, ein Projekt, das so noch ausdrücklich im Bildungsplan des Fachs Informatik am Wirtschaftsgymnasium in der Eingangsklasse vorgesehen ist. „Die KI nimmt euch die Arbeit ab, aber ihr müsst immer noch das Konstrukt verstehen." Wolbers Arbeitgeber (ein Software-/IT-Beratungsunternehmen für die Energiebranche) ist ein SAP-Partner. Der Weltkonzern SAP gebe das neue Ziel „all in AI" vor – „der Einsatz von Werkzeugen wie ChatGPT oder Claude könne nicht mehr aufgehalten werden". Wenn man sich als Schüler von einer KI Lernzusammenfassungen für eine Klassenarbeit von einer KI erstellen lasse, solle man doch gleich die Chance nutzen, im KI-Bereich Zertifikate zu erlangen, „richtiges Prompten will gelernt sein" und diese Zertifikate könnten zusätzlich zu einem guten Abitur später so manche Tür auf dem Arbeitsmarkt öffnen helfen.