Die Schülerinnen mit Koordinator Carl Fürst, der Ausschussvorsitzenden Sabine Verheyen und Begleitlehrer Matthias Dorn (von links). Foto Copyright Europäische Union 2024

Erasmus-Austausch führt ins Europaparlament

Mit dem Besuch des Europaparlaments in Straßburg und dem Empfang der Europass-Zertifikate endete für sechs Schülerinnen des Wirtschaftsgymnasiums Hausach das von der EU geförderte Programm „Erasmus+“.

Mit diesem Programm wird vergleichbar dem Erasmus-Programm für Studierende die europäische Mobilität junger Auszubildender und Schüler der beruflichen Gymnasien finanziell gefördert. 2023 waren die Hausacher Schülerinnen zwei Wochen im spanischen Valencia (eine Schulwoche plus die erste Woche der Pfingstferien). Die Unterbringung erfolgte in spanischen Gastfamilien, vormittags ging es in die Sprachschule, nachmittags standen Betriebsbesichtigungen, Umweltaktionen und vieles mehr auf dem „europäischen Stundenplan“.

Zum Abschluss des Erasmus+-Jahrgangs hatte Koordinator Carl Fürst alle deutschen Teilnehmer ins EU-Parlament nach Straßburg eingeladen, der Tag begann für manche bereits früh mit einer unterhaltsamen Stadtführung, um 15:30 Uhr wurde der während der Sitzungswochen des Parlaments sehr strenge Sicherheits-Check vor dem Parlamentsgebäude absolviert. Ein Image-Film über das Europa der 27 Nationen wurde angeschaut, dann ging es zum obligatorischen Gruppenbild vor den Flaggen der EU-Mitgliedsstaaten und dann für gut eine halbe Stunde auf die Besuchertribünen über dem großen Sitzungssaal. Für etwa zehn Minuten konnte die Gruppe einen Eindruck darüber gewinnen, in welchem Tempo namentliche Abstimmungen über Änderungsanträge zur Tagesordnung der laufenden Sitzungswoche abgearbeitet wurden, dann verließen die meisten Abgeordneten den Saal und trafen sich in kleineren Gremien, im großen Rund verblieben pro Fraktion nur eine Handvoll Abgeordnete.

Als erster regulärer Tagesordnungspunkt wurde eine Entschließung zur Vermeidung des Eintrags von Mikroplastik in die Ozeane beim Transport von Kunststoffpellets beraten, Sprecher aller Fraktionen plädierten für diesen Antrag, besonders beeindruckend für die Schülerinnen war die Qualität der Simultanübersetzung aus den Sprachen der Abgeordneten, die aus den von Mikroplastik betroffenen Mittelmeer- und Atlantik-Anrainerstaaten kamen und eindrucksvolle Worte für die Problematik fanden.

Für die Übergabe der Europass-Zertifikate traf sich die Gruppe mit Sabine Verheyen, der Vorsitzenden des Ausschusses „Kultur und Bildung“ im Europaparlament. Dieser Ausschuss ist zuständig für das „Erasmus+“-Programm, aus dem die Mobilität der Schülerinnen und Schüler finanziell gefördert wird. Verheyen lobte die Teilnehmenden für den Mut, das Wagnis eines Praktikums im europäischen Ausland auf sich zu nehmen und kam mit jeder Gruppe kurz ins Gespräch. Kurz nach 19 Uhr machte sich die Gruppe mit dem betreuenden Lehrer Matthias Dorn wieder mit Straßenbahn, Bus und Zug auf die Heimreise nach Hausach. Das Hausacher Wirtschaftsgymnasium nimmt seit 2022 an dem Programm teil, im Mai werden die nächsten sieben Schülerinnen und Schüler sich gemeinsam mit Carl Fürst (als Begleitung für die erste Woche) nach Valencia aufmachen.