ab 5. Stunde Personalversammlung, dann Kollegenausflug

Beginn:
Mi, 02.Okt.2019 um 19:43

Tag der deutschen Einheit

Beginn:
Do, 03.Okt.2019 um 19:43

Brückentag

Beginn:
Fr, 04.Okt.2019 um 19:44

18.30/19 Uhr Info-, Pflegschafts- und Elternabend mit Wahlen

Beginn:
Mi, 09.Okt.2019 um 19:45

Mentorengespräche BFW 2

Beginn:
Mo, 14.Okt.2019 um 19:56

6. Stunde Mentorengespräche BFW1

Beginn:
Do, 17.Okt.2019 um 19:53

1.-4. Stunde Deutsch-KA WG 12

Beginn:
Di, 22.Okt.2019 um 19:47

Spätestens Vergabe GFS-Themen

Beginn:
Fr, 25.Okt.2019 um 19:48

Herbstferien

Beginn:
Sa, 26.Okt.2019 um 19:52
Ende:
So, 03.Nov.2019 um 19:52

Schreibwerkstatt mit Stadtschreiber Mikael Vogel

Mikael Vogel (sitzend 3. v. links) mit der BFW 2 und ihrer Deutschlehrerin.

Kurz vor seinem Abschied von Hausach besuchte Mikael Vogel, aktueller Stadtschreiber, die Kaufmännischen Schulen Hausach und leitete dort eine Schreibwerkstatt für Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Wirtschaft.
 
Mitgebracht hatte er seinen Gedichtband „Dodos auf der Flucht“. Sechs Jahre lang hat er daran gearbeitet, Museen besucht und intensiv über ausgestorbene Tiere recherchiert. Das Gedicht „Der Beutelwolf“ und eine Filmaufnahme vom letzten Beutelwolf, der nervös in einem engen Gehege seine Runden dreht, dienten den Schülerinnen und Schülern als Inspiration für eigene Gedichte aus der Sicht des Tieres, das übrigens sechs Monate nach der Filmaufnahme erfror. Alternativ konnte auch aus der Perspektive anderer Tiere, die in Gefangenschaft leben, geschrieben werden – Massentierhaltung, Aquarien und der Hamster im Käfig waren die Stichworte, die den Jugendlichen dabei in den Sinn kamen.
Eine Stunde lang arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an ihren Gedichten, dann lasen sie ihre Texte vor. Hier geht es zu einer Auswahl der entstandenen Gedichte.
„Ein Gedicht muss sich nicht reimen“, hatte der  Lyriker erklärt, „das Leben reimt sich auch nicht.“ Er selber fängt oft mit einem „Ohrwurm“ an, ein paar Worten, die ihm durch den Kopf gehen. Die Frage, „wie ist es, der Letzte zu sein?“, war zum Ausgangspunkt von „An den letzten Dodo“ geworden, ein Gedicht, das die Klasse mit ihrer Deutschlehrerin Jutta Person als Vorbereitung auf die Werkstatt analysiert und interpretiert hatte.
„Meine Katze hat das Stockholm-Syndrom“, rezitierte Vogel als Abschluss eines seiner kürzesten Gedichte, und ein Schüler konnte sogar erklären, was hinter dem Satz steckt. „Können wir einfach einen Satz schreiben und das ist dann ein Gedicht?“, lautete eine Frage. Das menschliche Gehirn, erklärte Vogel in diesem Zusammenhang, sei darauf programmiert, aus allem einen Sinn zu machen. Ausgehend von seinem spontan gebildeten Satz, „die Erde ist eine vertrocknende Apfelsine“, stellte eine Schülerin auch sofort einen Bezug zum Klimawandel her. Man habe gleich ein Bild im Kopf, nämlich das der immer dürrer werdenden Erde, bestätigte Vogel.
Die Schreibwerkstatt war eingebettet in eine Unterrichtseinheit zur Lyrikinterpretation und zum kreativen Schreiben. Mit viel Applaus bedankten sich die jungen Leute für eine ganz besondere Deutschstunde. Finanziert wurde die Veranstaltung vom Friedrich-Bödecker-Kreis.