Praktikum WG 11

Beginn:
Mo, 01.Jul.2019 um 20:56
Ende:
Fr, 05.Jul.2019 um 20:56

Projekttage BK II

Beginn:
Mo, 01.Jul.2019 um 21:14
Ende:
Do, 04.Jul.2019 um 21:14

Mündliches Abitur

Beginn:
Mi, 03.Jul.2019 um 21:15
Ende:
Do, 04.Jul.2019 um 21:15

Projektpräsentation BK II

Beginn:
Fr, 05.Jul.2019 um 21:15

Abiball in der Stadthalle Haslach

Beginn:
Sa, 06.Jul.2019 um 21:16

LeseLenz und Kinderleicht & Lesejung

Beginn:
Mo, 08.Jul.2019 um 14:11

2. Schulkonferenz (ab 18 Uhr)

Beginn:
Mo, 08.Jul.2019 um 21:17

12 Uhr Deadline Antrag auf Wiederholung BK und BFW 2

Beginn:
Fr, 12.Jul.2019 um 20:41

Mündliche Prüfung BFW 2

Beginn:
Fr, 12.Jul.2019 um 21:17

mdl. Prüfungen BK II

Beginn:
Mo, 15.Jul.2019 um 20:43

Betriebspraktikum BK I

Beginn:
Mo, 15.Jul.2019 um 20:44
Ende:
Fr, 19.Jul.2019 um 20:44

Mündliche Prüfung BK II

Beginn:
Mo, 15.Jul.2019 um 21:18

Abschlussfeier KBS, BK II, BFW in der Stadthalle (18 Uhr)

Beginn:
Mi, 17.Jul.2019 um 21:19

Entlassung BK I-Schüler (10 Uhr)

Beginn:
Mo, 22.Jul.2019 um 21:21

Sport/Projekttage

Beginn:
Di, 23.Jul.2019 um 21:22
Ende:
Mi, 24.Jul.2019 um 21:22

Aufnahme neuer Schüler WG 11 und BK I (14 Uhr)

Beginn:
Mi, 24.Jul.2019 um 21:21

Sommerferien

Beginn:
Sa, 27.Jul.2019 um 21:23
Ende:
Do, 10.Okt.2019 um 21:24

Glücksgefühl, wenn das Gedicht "stimmt"

Von links nach rechts: Dieter M. Gräf, Rike Scheffler und Jürgen Nendza

Im Rahmen des LeseLenzes waren die Lyriker Dieter M. Gräf und Jürgen Nendza und die Lyrikerin und Performerin Rike Scheffler an den KSH zu Gast. Tilman Rau vom Literaturhaus Stuttgart führte in die Lesung und das anschließende Gespräch ein.
Das Publikum: die 11. und 12. Klassen des Wirtschaftsgymnasiums mit ihren Deutschlehrkräften.
Es verwundert nicht, dass sich an einer kaufmännischen Schule die erste Schülerfrage auf das Wirtschaftliche bezog. Kurz und frech gefragt: „Kann man vom Dichten leben?“ Siehe da, man muss nicht Industriekaufmann werden oder BWL studieren, um seine Brötchen zu verdienen. Preise und Stipendien können kurz- und auch längerfristig durchaus ein Auskommen sichern, so Dieter M. Gräf. Jürgen Nendza arbeitet auch an Schulen und schreibt fürs Radio und Zeitungen. Rike Scheffler macht „sehr unterschiedliche Sachen“, so ist sie mit Performances unterwegs, arbeitet mit Schülerinnen und Schülern, macht Musik oder auch mal eine Soundinstallation in einem Museum.
Wenn man diesen Weg gehen wolle, so Scheffler, dann baue man „sich das Ökonomische drumrum“. Und Gräf hatte diese ermutigende Botschaft für sein junges Publikum: „Wenn wir das tun, was zu uns passt, funktioniert es auch. Nicht ohne Krisen, aber die sind auflösbar.“ Alle drei Poeten sind sich einig: „Wir können nicht anders.“
Dass sie nicht anders können, als zu schreiben, lassen auch die Biografien erahnen: Gräf und Scheffler haben schon als Kinder angefangen zu dichten. Bei beiden ging die Faszination vom Sound, von den Klangstrukturen aus, die der Lyrik eigen sind.
So schnell man ein Gedicht gelesen haben mag, das Dichten selbst ist oft zeitintensiv. Für acht Gedichte könne man auch mal ein halbes Jahr brauchen, so Nendza. Bei der Überarbeitung sei zeitlicher Abstand wichtig. Auch wenn man sich beim Schreiben „überraschen lässt, was passiert“, wird viel Arbeit investiert, bis aus dem ersten Impuls ein fertiges Gedicht entstanden ist. Gräf spricht von einem Glücksgefühl, wenn man merkt: „Jetzt stimmt das Gedicht.“
Recherche spielt bei allen dreien eine wichtige Rolle, sei es zu Geschichte, Politik oder Biologie. In dem Gedicht, das sie vortrug, erkundet Scheffler das Element Wasser in einem Bogen, der von privaten Erlebnissen bis zu ertrinkenden Flüchtlingen im Mittelmeer reicht und mit dem Ausruf endet: „Come on, Europe!“ Wasser zeige, so Scheffler, „ein politisches Problem der Art auf, wie wir uns auf dem Planeten bewegen“. Gräf setzt sich in seinem aktuellen Gedichtband „Falsches Rot“ mit der DDR, Osteuropa und der RAF auseinander. Nendza taucht gerne in die Geschichte eines Ortes ein. So floss die historische Tatsache, dass Norderney im Dritten Reich für Juden viel später gesperrt wurde als z. B. Borkum, als Referenz in das Gedicht ein, das mit der Zeile „Das Fahrwasser haben sie umgesteckt“ beginnt (zu finden auf S. 9 des Bandes „Picknick“).
Jürgen Nendza erklärte vor seiner Lesung zuerst die Referenzen, die er in seinem Gedicht untergebracht hat. „Ginkgogrün“, so beginnt es, und damit mit einem Blick aus seinem Fenster auf den Baum vor dem Haus. Auf die vom IS heimgesuchte syrische Stadt Palmyra und ein Günter Eich-Gedicht wird ebenso verwiesen wie auf das Attentat von Nizza, das 2016 mit einem Renault Midlum-Lastwagen verübt wurde und bei dem 86 Menschen starben.
Die Kulturbeauftragte der KSH, Jutta Person, freute sich über die Aufmerksamkeit des jungen Publikums und bedankte sich bei den Gästen, deren neueste Lyrikbände demnächst im Büchertauschregal zu finden sein werden.
So mancher Schüler und so manche Schülerin hätte sich gewünscht, eines der vorgetragenen Gedichte genauer unter die Lupe zu nehmen und sich mit dessen Urheber oder Urheberin dazu auszutauschen. Das war in der Aula so leider nicht möglich. Aber der nächste LeseLenz kommt, bestimmt.
Links:
Von Studierenden erstellte Lyrikclips nach Gedichten von Jürgen Nendza: Hier klicken.
Performance von und Interview mit Rike Scheffler auf dem Louisiana Channel: Hier klicken.